KI-Didaktik und XR verändern Lehrer*innenbildung nicht durch Technologie allein.
BEITRAG

KI-Didaktik und XR verändern Lehrer*innenbildung nicht durch Technologie allein.

Status
KI
Tags
KI-Didaktik

KI-Didaktik und XR-Technologien adressieren aktuelle Transformationsprozesse in der Lehrer*innenbildung, indem sie neue Formen des Lehrens, Lernens und der kollaborativen Wissensproduktion ermöglichen. Im Rahmen des Seminars „Planung und Gestaltung hybrider Lernszenarien“ an der Bergische Universität Wuppertal wurde in Kooperation mit dem Projekt „Profile“ ein XR-basiertes Lehr-Lern-Szenario konzipiert, implementiert und iterativ erprobt.

Der Ansatz integriert KI-gestützte Assistenzsysteme, KI-generierte Personas sowie immersive XR-Lernumgebungen als epistemische und didaktische Werkzeuge in ko-kreativen Lehr-Lern-Prozessen. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wie KI- und XR-Technologien zukünftig systematisch in die Professionalisierung von Lehrkräften integriert werden können.

Ich freue mich auf wissenschaftliche Perspektiven und den fachlichen Austausch.

KI-Didaktik und XR verändern Lehrer*innenbildung nicht durch Technologie allein.

Entscheidend sind didaktische Gestaltungskonzepte wie Learners as Designers, die Lehramtsstudierende dazu befähigen, KI-gestützte Lernumgebungen aktiv zu gestalten, kritisch zu reflektieren und professionell einzusetzen. Im Zentrum meines Seminars stehen KI-gestützte Schüler*innen-Personas, interaktive 3D-Charaktere und KI-Assistenzsysteme als Grundlage immersiver Trainings-, Perspektivübernahme- und Reflexionsprozesse.

Die Grafik visualisiert einen Entwicklungsprozess, den ich im Rahmen meines Seminars „Planung und Gestaltung hybrider Lernszenarien“ an der Bergischen Universität Wuppertal konzipiert, weiterentwickelt sowie in ko-kreativen Prozessen umgesetzt und evaluiert habe.

Ziel war die Konzeption eines integrativen Rahmens zur Kompetenzentwicklung durch die Gestaltung KI-gestützter Schülerinnen-Personas, KI-Assistenzsysteme und XR-Projekte im Sinne einer Co-Kreation zwischen Lernenden und generativen Systemen.

Die Entwicklung und Integration immersiver XR-Projekte erfolgte im Rahmen des Projekts ProViLe gefördert durch den Stifterverbands sowie in Zusammenarbeit mit dem ZIM-Medienlabor der Bergischen Universität Wuppertal.

Im Mittelpunkt standen Lehramtsstudierende, die entlang eines mehrphasigen Entwicklungsprozesses eigene KI-gestützte Lehr-/Lernszenarien entwickelten – von Prompt Engineering und Rollenentwicklung über Storyboard- und Charakterkonzeption bis hin zur Entwicklung interaktiver 3D-Personas, KI-Assistenzsysteme und immersiver XR-Lernräume.

Der Entwicklungsprozess umfasste im Kern fünf aufeinander aufbauende Phasen:

Prompt Engineering & Rollenentwicklung: Entwicklung strukturierter Promptstrategien und KI-gestützter Rollenprofile.

Storyboard & Charakterkonzeption: Didaktische Planung von Schüler*innen-Personas, Szenarien und Lernprozessen.

3D-Persona-Entwicklung & Animation: Entwicklung interaktiver 3D-Charaktere als KI-gestützte Lernmedien.

KI-Assistenz & KI-Integration: Konzeption und Entwicklung von KI-Assistenzsystemen, Wissenssystemen und Dialogstrukturen.

Immersive XR-Lernräume: Erprobung, Reflexion und iterative Weiterentwicklung KI-gestützter, immersiver Lehr-/Lernszenarien in virtuellen 3D-Lernräumen.

Zentral war die Verknüpfung technologischer Entwicklungsprozesse mit didaktischen Zielsetzungen, insbesondere im Zusammenspiel von KI-gestützter Persona-Entwicklung, immersiven Lernumgebungen sowie Reflexions- und Perspektivübernahmeprozessen.

Die interaktiven 3D-Charaktere wurden von Lehramtsstudierenden unterschiedlicher Fachrichtungen eigenständig als Schüler*innen-Personas entwickelt. Unterstützt wurde der Entwicklungsprozess durch die didaktische und technische Begleitung der Dozentin sowie durch das ProViLe-Team.

Die entwickelten Schüler*innen-Personas adressierten unterschiedliche fachliche und lebensweltliche Kontexte – darunter Deutschunterricht, Mathematikunterricht, Englischunterricht, Sportunterricht sowie soziale Themen wie Freundschaft und weitere Perspektiven schulischer Lebenswelten.

XR wurde dabei nicht als technikzentrierte Demonstration verstanden, sondern als didaktischer Erfahrungsraum, in dem Perspektivübernahme, Reflexion und professionelle Handlungskompetenz in Co-Kreation mit KI gefördert und weiterentwickelt werden.

Spezifische Werkzeuge, Lernumgebungen & Infoamtionen:

Lizenz & Rechte

Die Abbildungen dieser Publikation basieren auf den Ideen, Konzepten und Texten von Dr. Heike Seehagen-Marx. Für die visuelle Umsetzung wurde ChatGPT (OpenAI) unterstützend eingesetzt. Die konzeptionelle, inhaltliche und wissenschaftliche Verantwortung liegt bei der Autorin.